ZDF: Viele Elektrogeräte halten nicht, was sie versprechen

Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnologie, die laut Statistik immer schneller kaputt geht – mit Spannung haben wir gestern Abend die Sendung ZDF Zoom verfolgt. Geplante Obsoleszenz nennt sich das, was man früher als Sollbruchstelle bezeichnete und den Umstand benennt, das die Hersteller gar nicht scharf darauf sind „lange haltbare Produkte“ zu produzieren.

Geplante Obsolenz von Elektrogeräten

Hersteller-geplanter Verschleiß von Elektrogeräten – mit System?

„Früher war alles besser“ höre ich unsere Großmutter immer noch sagen. Und teils muss man ihr wirklich Recht geben, wenn man da auf ZDF Zoom davon hört, wie Hersteller heute bewusst Geräte produzieren die gerade so die Garantiezeit überstehen. Nicht, dass wir das nicht wüssten oder zumindest ahnten. Es aber in dieser kritischen Dokumentation einmal so aufbereitet präsentiert zu bekommen, ist doch ernüchternd.

Elektrogeräte, die wie früher 20 und mehr Jahre halten, stellen gleichzeitig für entsprechend lange Zeitspannen den Markt zufrieden. Dies wiederum gefährdet die Umsätze der Hersteller, da sich bei einwandfreiem Gerät natürlich niemand nach Ersatz bzw. Neugeräten umsieht. So pervers das anmutet, allzu langlebige Produkte gefährden die wirtschaftliche Existenz von Herstellern, die mit kurzen Produkt-Lebenszyklen planen.

Erfrischend anzusehen war in dem Zusammenhang der Kollege des Elektrofachgeschäfts Blitzblume, dessen Philosophie der unseren gleicht: Wo Reparatur Sinn macht, wird konsequent erhalten und wiederhergestellt. Und bei Ersatzbeschaffung empfehlen wir nur Geräte, die aus unserer knapp 30-jahrigen Erfahrung den Stempel „hochwertig und langlebig“ verdient.

Ein Tipp noch für kritische Bürger: Der Berliner Steffen Schridde hat mit seiner Website Murks, nein danke eine Möglichkeit für jedermann geschaffen, solche Hersteller von Elektrogeräten an den Pranger zu stellen, die den „geplanten Verschleiss“ offensichtlich im Leitbild verankert zu haben scheinen. Reinklicken lohnt sich, mitmachen erst Recht, wenn man selbst Verdächtiges erlebt hat. Sehen Sie sich hierzu auch die Studie zur geplanten Obsoleszenz an: Dokument.